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Zeitreise mit Longines

Schweizer Hersteller suchte die älteste Longines-Uhr Deutschlands

Wer nennt die älteste Longines-Uhr Deutschlands sein Eigen? Und wie alt ist diese überhaupt? Der Schweizer Uhrenhersteller hat sich auf die Suche gemacht – und einen überraschenden Sieger ermittelt.

Der Schweizer Uhrenhersteller Longines ist bei Uhrenliebhabern und -sammlern auf der ganzen Welt begehrt. Natürlich auch bei uns in Deutschland. Deshalb lief hierzulande vom 1. Februar bis zum 30. April dieses Jahres ein spektakulärer Wettbewerb: Wer besitzt die älteste Longines-Uhr? Die Uhrenfreunde ließen sich nicht lange bitten und registrierten ihre Schätze. Als Hauptpreis winkte eine Reise zum Stammhaus des Herstellers im schweizerischen Saint-Imier inklusive Besichtigung der Produktion, des Archivs und des Museum der Marke.

 

Longines-Präsident Walter von Känel: „Immer wieder aufregend“

Die von Longines für die Ermittlung des Herstellungsjahres eingesetzten Experten staunten nicht schlecht angesichts der Masse an Einsendungen – über 300 Sammler beteiligten sich. Viele hochwertige und historische Uhren wurden registriert, darunter neben Taschen- und Armbanduhren auch Marinechronometer. Die Herstellungsdaten der sechs ältesten Uhren im Wettbewerb lagen letztlich nur wenige Monate auseinander. Alle stammen sie aus dem Jahr 1869.

Für Longines-Präsident Walter von Känel ist es immer wieder aufregend, eine Suche nach der ältesten Uhr zu lancieren – ein solcher Wettbewerb fand zuvor schon in zehn anderen Ländern statt. „Man weiß nie, welches Modell man finden wird. Wir kennen die Longines-Geschichte natürlich sehr gut, aber dieser Wettbewerb gibt uns immer wieder Gelegenheit, noch mehr darüber zu erfahren“, sagt er.

 

Älteste Longines-Uhr: Es kann nur eine geben

Am Ende konnte aber natürlich nur eine Uhr den Wettbewerb gewinnen. Der Sieg ging an einen Sammler aus Nordrhein-Westfalen und seine silberne Savonnette-Taschenuhr mit der Seriennummer 3.166. Auch 150 Jahre nach ihrer Fertigung zeigt die Uhr keine Schwächen, die Leistung ist nach wie vor sehr präzise. Für den Aufzug und die Einstellung der Zeiger braucht es einen speziellen Schlüssel und der Gehäuseboden muss geöffnet werden.
Ebenfalls etwas ganz Besonderes ist das Handaufzugskaliber AA4, welches eigentlich bereits 1867 durch das erste industriell gefertigte Longines Kaliber 20A ersetzt wurde. Doch die älteste Longines-Uhr Deutschlands bildet da eine Ausnahme – und ist so der „lebende“ Beweis für den fließenden Übergang von Tradition zu Moderne.